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Duftveilchen
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Das Duftveilchen (Viola odorata), auch MĂ€rzveilchen oder Wohlriechendes Veilchen genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der VeilchengewĂ€chse (Violaceae). Das Duftveilchen ist vor allem wegen seines sĂŒĂen Dufts bekannt. Im Garten wird es seit der Antike kultiviert, weil es sowohl im religiösen Ritus als auch in der Heilkunde schon sehr frĂŒh Verwendung fand; spĂ€testens seit dem frĂŒhen Mittelalter wurde es auch in Mitteleuropa als Zier- und Heilpflanze angebaut.
Contents
âą Beschreibung
âą Taxonomie
âą Vorkommen
âą Inhaltsstoffe
âą Altertum
âą Mythologie
âą Brauchtum
âą Kunst
âą Geschichte
âą Antike
âą Neuzeit
âą Literatur
âą Einzelnachweise
âą Weblinks
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Beschreibung
Vegetative Merkmale
Es handelt sich um eine rhizombildende, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 15 Zentimetern erreicht. Sie entwickelt 10 bis 20 Zentimeter lange meist erst im 2. Jahr BlĂŒten treibende AuslĂ€ufer, die sich bewurzeln.cite-ref-hegi1966-1-0[1] Die in einer grundstĂ€ndigen Blattrosette zusammenstehenden LaubblĂ€tter sind in einen 1 bis 5 Zentimeter langen Blattstielcite-ref-hegi1966-1-1[1] und die Blattspreite gegliedert. Die grasgrĂŒnen, einfachen Blattspreiten sind etwa gleich lang wie breit und rundlich nierenförmig bis breit-eiförmig. Sie sind am Grund tief und eng ausgebuchtet und am Rand dicht und fein gekerbt.cite-ref-hegi1966-1-2[1] Die breit lanzettlichen bis eiförmigen NebenblĂ€tter tragen einzelne Fransen oder sind ganzrandig.cite-ref-hegi1966-1-3[1]
Generative Merkmale
Die BlĂŒtezeit erstreckt sich von MĂ€rz bis April. Am rĂŒckwĂ€rts behaarten, 3 bis 7 Zentimeter langen BlĂŒtenstiel befinden sich in der Mitte zwei VorblĂ€tter.cite-ref-hegi1966-1-4[1] Die wohlriechenden, manchmal kleistogamen BlĂŒten sind zygomorph und fĂŒnfzĂ€hlig mit doppelter BlĂŒtenhĂŒlle. Die fĂŒnf KelchblĂ€tter sind etwa 4 bis 5 Millimeter lang und stumpf. Die AnhĂ€ngsel der KelchblĂ€tter stehen deutlich vom BlĂŒtenstiel ab.cite-ref-hegi1966-1-5[1] Die fĂŒnf dunkelviolettfarbenen KronblĂ€tter bilden eine 2 bis 3 Zentimeter groĂe Krone. Der Sporn ist meist gerade oder wenig gebogen ausgebildet und 5 bis 7 Millimeter lang.cite-ref-hegi1966-1-6[1] Die Fruchtkapsel ist kugelig und deutlich dicht kurzhaarig.cite-ref-hegi1966-1-7[1] Die Samen haben ein groĂes Elaiosom.cite-ref-hegi1966-1-8[1] Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt durch Autochorie oder durch Ameisen (Myrmekochorie).
Die Chromosomenzahl betrÀgt 2n = 20.cite-ref-oberdorfer2001-2-0[2]
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung von Viola odorata erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 934.cite-ref-grin-3-0[3]
Vorkommen
Das Duftveilchen ist im Mittelmeerraum bis hin zum Kaukasusraum und Iran beheimatet und in weiten Teilen Europas eingebĂŒrgert. AuĂer Europa kommt es ursprĂŒnglich in Nordafrika, auf den Kanarischen Inseln, auf Madeira, in Westasien und Indien vor.cite-ref-grin-3-1[3] In Mitteleuropa wĂ€chst es in GebĂŒschen, an WaldrĂ€ndern, an schattigen Wegrainen auf frischen, nĂ€hrstoffreichen, milden bis mĂ€Ăig sauren, humosen Lehmböden in mild-humider Klimalage. Es kommt vor allem im Alliario-Chaerophylletum temuli aus dem Alliarion-Verband vor und ist eine Charakterart der Ordnung Glechometalia hederaceae.cite-ref-oberdorfer2001-2-1[2] Es steigt in der Schweiz im MĂŒnstertal bis in Höhenlagen von 1410 Metern, im Kaukasus bis 1400 Metern auf.cite-ref-hegi1966-1-9[1]
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mĂ€Ăig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), NĂ€hrstoffzahl N = 4 (nĂ€hrstoffreich), KontinentalitĂ€tszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).cite-ref-infoflora-4-0[4]
Standorte in Parks und GĂ€rten
Das Duftveilchen gedeiht meist auf lichten bis halbschattigen Standorten und fĂŒhlt sich unter sommergrĂŒnen, nicht zu dicht stehenden StrĂ€uchern beispielsweise gemeinsam mit LeberblĂŒmchen oder auch als Rosenbegleiter im Garten sehr wohl. In der freien Natur ist es an WaldrĂ€ndern und in sommergrĂŒnen Hecken und GebĂŒschen zu finden.
Das Duftveilchen breitet sich durch AuslĂ€ufer (Stolonen) aus, so dass es allmĂ€hlich weite FlĂ€chen besiedeln kann, wenn man es ungestört wachsen lĂ€sst. Die Diasporen werden auch von Ameisen ausgebreitetcite-ref-5[5] (Myrmekochorie), so dass das Duftveilchen, einmal angesiedelt, ĂŒberall im Garten auftauchen kann.
Inhaltsstoffe
Das Ă€therische Ăl der frischen BlĂŒten, enthĂ€lt u. a. Parmon (trans-α-Ionon, das Duftprinzip des Ăles), ferner Undecanon-2, Isoborneol, 2,6-Nonadien-1-al sowie u. a. die Sesquiterpene (â)-Zingiberen, (+)-α-Curcumen, α- und ÎČ-Ionon, die getrockneten BlĂŒten enthalten ĂŒberdies Flavonoide, Schleimstoffe und SalicylsĂ€uremethylester. Zur BlĂŒtezeit gesammelte und an der Luft getrocknete LaubblĂ€tter enthalten Schleimstoffe, Triterpene, u. a. Friedelin, ÎČ-Sitosterol, SalicylsĂ€uremethylester, PhenolcarbonsĂ€uren, u. a. FerulasĂ€ure und SinapinsĂ€ure, sowie das Alkaloid Violin. Die getrockneten unterirdischen Pflanzenteile enthĂ€len Ă€therisches Ăl (0,038 %) mit ÎČ-NitropropionsĂ€ure und SalicylsĂ€uremethylester (gebildet als Spaltprodukt bei der Wasserdampfdestillation), das SalicylsĂ€ureglucosid Gaultherin sowie das Alkaloid Violin.cite-ref-hiller2009-6-0[6]
Verwendung als Duftpflanze
Das Wohlriechende Veilchen ist nicht die einzig duftende Art der Gattung Viola in Europa, wird aber, vom frĂŒher ebenfalls genutzten Parma-Veilchen abgesehen, als einziges zur Produktion von Rohstoffen fĂŒr die ParfĂŒmerie verwendet. Die VeilchenparfĂŒms, die im 19. Jahrhundert entwickelt wurden, enthielten das nach Veilchen riechende Absolue aus der Wurzel der florentinischen Schwertlilie (Iris germanica 'Florentina' oder Iris pallida). Bereits seit etwa 1895 enthalten ParfĂŒms stattdessen ĂŒberwiegend synthetische Jonone. In ganz geringem Umfang wird ĂŒberdies auch heute noch ein Absolue aus VeilchenblĂŒten produziert. Vor allem jedoch verwendet die ParfĂŒmerie-Industrie in groĂem Umfang die BlĂ€tter des Veilchens, aus denen ein so genannter âgrĂŒnerâ Duft extrahiert werden kann.cite-ref-ohloff1992-7-0[7]
Kulinarische Verwendung
Die BlĂŒten des Veilchens lassen sich zur Herstellung von aromatisiertem Sirup, Essig oder Veilcheneis sowie zum Dekorieren von Salaten und Desserts verwenden. Kandierte Veilchen verwendet man ebenfalls als Dekoration von Torten und Desserts. DafĂŒr werden die VeilchenblĂŒten mit halbsteif geschlagenem EiweiĂ bestrichen und mit feinem Zucker dĂŒnn bestreut. AnschlieĂend lĂ€sst man sie auf einem feinen Gitter etwa zwei Tage trocknen. Die âViolettes de Toulouseâ sind in Frankreich eine bekannte SĂŒĂigkeit.
Veilchentee kann man sehr einfach selbst herstellen. Dazu werden zwei Esslöffel getrockneter VeilchenblĂŒten unter 100 g schwarzen Tee gemischt.
Parfait Amour ist ein Likör, bei dem Veilchen und fernöstliche BlĂŒtenessenzen die Basis bilden. Abgerundet mit Destillaten und Konzentraten aus Zitrone, Orange und Koriander erhĂ€lt er sein Aroma, Cocktails lassen sich damit violett einfĂ€rben. Der Likör war besonders zu Beginn des 20. Jahrhunderts und nach dem Ersten Weltkrieg beliebt.
Verwendung in der Heilkunde
Bereits Hippokrates und Dioscurides verwendeten Veilchen als Arzneipflanzen.cite-ref-winkler1842-8-0[8]cite-ref-crellinphilpott1990-9-0[9] Veilchen sollen bei Ekzemen helfen. Im 19. Jahrhundert vermutete man auch eine Wirkung gegen Krebs. Im Kraut von Viola odorata konnten Alkaloide, Gerbstoffe, Saponine, Cumarine und Flavonoide ausgemacht werden.cite-ref-siddiqi2012-10-0[10]
2007 wurde das Duftveilchen zur Heilpflanze des Jahres gekĂŒrt. Moderne Forschungen konnten fĂŒr Extrakte aus Viola odorata eine blutfettsenkende und vasodilatative Wirkung feststellen.cite-ref-siddiqi2012-10-1[10] Dies wĂŒrde unterstĂŒtzende Anwendung bei erhöhten Blutfettwerten und Hypertonie zumindest teilweise erklĂ€ren. Die blutfettsenkende Wirkung soll auf einer verminderten Aufnahme und Synthese von Lipiden als auch auf den antioxidativen Eigenschaften von Viola odorata beruhen.cite-ref-siddiqi2012-10-2[10] FĂŒr ein Peptid aus Viola odorata, das Cyclopeptid Cyclovioloycin 02 (ein Cyclotid), konnten krebswidrige, chemosensibilisierendecite-ref-gerlach2010-11-0[11] als auch antibakteriellecite-ref-pr-nting2010-12-0[12] Effekte aufgezeigt werden. Neben ihrer potentiell antitumoralen Wirkungen könnten Cyclotide aus Viola odorata auch auf Grund ihrer besonderen chemischen und biologischen StabilitĂ€t als Muster fĂŒr neue Medikamente gegen Krebserkrankungen dienen.cite-ref-lindholm2002-13-0[13]
Veilchenöl wurde frĂŒher bei Fieber und damit verbundenen Kopfschmerzen angewendet.cite-ref-14[14] Die auch heute noch verwendete âVeilchenwurzelâ, sie wird traditionell gegen Schmerzen und Beschwerden beim Zahnen von SĂ€uglingen und Kleinkindern eingesetzt, stammt nicht vom Duftveilchen. Es handelt sich dabei um das Rhizom der zur Produktion von Duftstoffen verwendeten Iris-Arten. Der missverstĂ€ndliche deutsche Name bezieht sich auf diese Verwendung.
Verwendung als Schnittblume
Bis in die 1930er Jahre gehörten die Veilchen zu den beliebtesten Schnittblumen. FĂŒr die Veilchentreiberei wurden besondere groĂblĂŒtige und langstielige, auch gefĂŒllte Sorten gezĂŒchtet, nur wenige davon werden heute noch von Sammlern und Liebhabern gezogen. Einzig die Sorte âKönigin Charlotteâ ist noch weit verbreitet.
Die Erzeugung von Schnittveilchen erfolgte groĂenteils durch Treiberei unter Glas und begann im Dezember; Freilandkulturen belieferten den Markt bis in den April. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Anbau zum Erliegen, da die gestiegenen Lohnkosten die Produktion unrentabel machten.
Das Duftveilchen in Mythologie, Brauchtum, Kunst und Literatur
Altertum
Das Duftveilchen war im griechischen und römischen Altertum eine mehreren Gottheiten geweihte Kultpflanze. Am Tag des Saturns bekrĂ€nzten sich die Feiernden mit VeilchenblĂŒten; Pan wurden VeilchenstrĂ€uĂe dargebracht und auch Persephone war die Pflanze geweiht. Aufgrund des Duftes und der dunklen BlĂŒten galt das Veilchen den Griechen auch als Blume der Liebe. Schon sie schenkten Veilchen gerne der Angebeteten, um so auf die sich regende Zuneigung hinzuweisen.
Mythologie
Wie bei vielen anderen Pflanzenarten auch erklĂ€rten sich die Griechen das Entstehen des Veilchens mythologisch: Eine fĂŒr ihre Schönheit bekannte Tochter des himmeltragenden Titanen Atlas wurde vom Sonnengott mit seinen Strahlen verfolgt. Die spröde Schönheit floh jedoch vor ihm und bat Zeus verzweifelt um Beistand. Er hatte Mitleid und verwandelte das verschĂŒchterte und verzweifelte MĂ€dchen in ein Veilchen.cite-ref-hegi1966-1-10[1] GeschĂŒtzt vor den Strahlen des Sonnengottes wĂ€chst es seitdem im GebĂŒsch des Waldes.
Die römische Mythologie behauptet auch, dass es dem keineswegs gutaussehenden Gott Vulkan, der hoffnungslos in Venus verliebt war, dennoch gelang, von der Göttin gekĂŒsst zu werden, weil er nach Veilchen duftete. Und Zeus, der die Nymphe Io als Schutz vor der eifersĂŒchtigen Hera in eine bezaubernde FĂ€rse (Kuh, die noch kein Kalb zur Welt gebracht hat) verwandelte, lieĂ fĂŒr sie eine ganze Wiese duftender Veilchen erblĂŒhen. Einzig diese Pflanze war eine ihrer Schönheit angemessene Speise.
Nach einer wendischen Sage wurde die Tochter des Götzen Tschernebog in ein Veilchen verwandelt, das alle zehn Jahre einmal in der Walpurgisnacht blĂŒht. Wer es dann pflĂŒckt, erlöst die Jungfrau und erhĂ€lt sie mit all den SchĂ€tzen ihres Vaters als Frau.
Brauchtum
Als einer der ersten Boten des FrĂŒhlings erfreute sich das wohlriechende Veilchen von jeher besonderer WertschĂ€tzung. Am Wiener Hof wurde schon um 1200 das erste Veilchen mit einem rauschenden Fest gefeiert. Nach dem Sagensammler Anton von Perger war das Feiern des ersten Veilchens ein im Mittelalter in ganz SĂŒddeutschland gefeierter Brauch.
Die AnhĂ€nger NapolĂ©ons erkoren das Veilchen zu ihrem Emblem, als der Kaiser nach Elba verbannt wurde und schwor, dass er mit den Veilchen nach Paris zurĂŒckkehren werde. Mit VeilchenstrĂ€uĂen und dem Tragen veilchenfarbener KleidungsstĂŒcke demonstrierten die AnhĂ€nger Napoleons ihre politische Gesinnung. Angeblich war das Veilchen die Lieblingspflanze Napoleons, nachdem ihm seine groĂe Liebe JosĂ©phine de Beauharnais am Abend ihres Kennenlernens einen VeilchenstrauĂ zugeworfen hatte. Nach seinem Tod fand man auf seiner Brust in einer goldenen Kapsel zwei getrocknete Veilchen.
Veilchen symbolisieren Demut und Bescheidenheit.
Kunst
Man findet das Duftveilchen gelegentlich als Attributpflanze Mariens auf Bildern des spĂ€ten Mittelalters und der Renaissance â z. B. auf dem Bild Madonna mit dem Veilchen von Stefan Lochner. Wiederum nach Beuchert symbolisieren Veilchen neben dem Kreuz Christi als violette Trauerfarbe sowohl den Schmerz ĂŒber Christi Tod wie auch die weltweite Verbreitung seiner Lehre, die in diesem Augenblick begann.
Auf Postkarten und Postern weit verbreitet ist auch ein Albrecht DĂŒrer zugeschriebener VeilchenstrauĂ. Das eigentliche Kunstwerk stammt jedoch nach heutigem Stand der Forschung nicht von DĂŒrer selbst (siehe hier).
Sehr bekannt ist auch das Gedicht Das Veilchen von Goethe, das besonders von Mozart (KV 476) vertont wurde.
Geschichte
Antike
Dioskurides und Plinius beschrieben eine Pflanze, die dem Duftveilchen Ă€hnelt und die sie âPurpurfarbiges Ionâ oder âViola purpureaâ nannten. Diese Pflanze sollte kĂŒhlende Kraft besitzen und UmschlĂ€ge mit seinen BlĂ€ttern sollten bei MagenentzĂŒndung, bei AugenentzĂŒndung, bei Mastdarmvorfall und bei GebĂ€rmuttervorfall helfen. Die mit Wasser aufgekochte BlĂŒte getrunken, sollte bei HalsentzĂŒndung und bei Epilepsie der Kinder nĂŒtzlich sein.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]cite-ref-18[18]
Arabisches und Lateinisches Mittelalter
Die Ărzte der Antike hatten angegeben, die Wirkung der BlĂ€tter des blauen Veilchens sei âkĂŒhlend (Dioskurides)â, bzw. âwĂ€ssrig und leicht kĂŒhlend (Galen)â. Darauf aufbauend ordneten die Ărzte des Arabischen Mittelalters und die Ărzte des Lateinischen Mittelalters diese Pflanze im Schema der SĂ€ftelehre als âfrigida et humida in prima â kalt und feucht im ersten Grad (Avicenna)â bzw. genauer als âfrigida in fine primi gradus, humida in initio secundi â kalt im Ende des ersten Grades und feucht im Beginn des zweiten Grades (Konstantin)â ein.cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]cite-ref-29[29]cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]
Die BlĂŒten von Rosen, Borretsch, Ochsenzungen und Duftveilchen wurden âFlores cordialesâ â âHerz-BlĂŒtenâ genannt. Sie dienten zur Bereitung von Zuckervereibungen, die den Namen Manus Christi erhielten.cite-ref-34[34]
Des Weiteren fand das Veilchenöl (lateinisch oleum violarum), der ölige Auszug aus dem Duftveilchen,cite-ref-35[35] Verwendung.
Neuzeit
Otto Brunfels 1532cite-ref-36[36] --- Hieronymus Bock 1539cite-ref-37[37] --- Leonhart Fuchs 1543cite-ref-38[38] --- Mattioli / Handsch / Camerarius 1586cite-ref-39[39] --- Nicolas Lémery 1699/1721cite-ref-40[40] --- Onomatologia medica completa 1755cite-ref-41[41] --- William Cullen 1789/90cite-ref-42[42] --- Jean-Louis Alibert 1805/05cite-ref-43[43] --- Philipp Lorenz Geiger 1830cite-ref-44[44] --- Pereira / Buchheim 1846/48cite-ref-45[45] --- van Hasselt 1862cite-ref-46[46] --- August Husemann / Theodor Husemann 1871cite-ref-47[47] --- Theodor Husemann 1883cite-ref-48[48] --- Hagers Handbuch 1902cite-ref-49[49] - - - Wolfgang Schneider 1974.cite-ref-50[50]
Bis zur ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts wurden die BlĂŒten des Duftveilchens und ein aus ihnen hergestellter Sirup in den ArzneibĂŒchern des deutschsprachigen Raumes aufgefĂŒhrt.cite-ref-51[51] Eine in diesen ArzneibĂŒchern aufgefĂŒhrte âViolenwurzelâ war jedoch nicht die Wurzel des Duftveilchens, sondern sie war die Wurzel einer Schwertlilienart (Iris florentina).cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]
Historische Abbildungen
Literatur
âą Marianne Beuchert: Symbolik der Pflanzen. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-458-16738-2.
⹠Heinz-Dieter Krausch: Kaiserkron und PÀonien rot ⊠Dölling und Galitz, Hamburg 2003, ISBN 3-935549-23-7.
âą Gertrud Scherf: Zauberpflanzen â HexenkrĂ€uter; Mythos und Magie heimischer Wild- und Kulturpflanzen. blv, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-405-16219-X.
âą Leo Jelitto, Wilhelm Schacht, Hans Simon: Die Freilandschmuckstauden. 5. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, 2002, ISBN 3-8001-3265-6, S. 954.
Einzelnachweise
cite-note-hegi1966-11. â Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Pteridophyta, Spermatophyta. 2. Auflage. Band V. Teil 1: Angiospermae: Dicotyledones 3 (1) (Linaceae â Violaceae). Carl Hanser bzw. Paul Parey, MĂŒnchen bzw. Berlin/Hamburg 1966, ISBN 3-489-72021-0, S. 649â653 (unverĂ€nderter Nachdruck von 1925 mit Nachtrag).
cite-note-oberdorfer2001-22. â Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora fĂŒr Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Seite 677. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5.
cite-note-infoflora-44. â Viola odorata L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 10. November 2022.
cite-note-55. â Olaf Schmidt: »Tierische« Geheimnisse in der Welt der Veilchen. Absatz: Veilchen und Ameisen. Bayerische Landesanstalt fĂŒr Wald und Forstwirtschaft, MĂ€rz 2020, S. 2, abgerufen am 30. Januar 2025.
cite-note-hiller2009-66. â Karl Hiller, Matthias Melzig: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Spektrum Akademischer Verlag, 2009, ISBN 978-3-8274-2053-4.
cite-note-ohloff1992-77. â GĂŒnther Ohloff: Irdische DĂŒfte - Himmlische Lust. BirkhĂ€user, 1992, ISBN 3-7643-2753-7.
cite-note-winkler1842-88. â Eduard Winkler: VollstĂ€ndiges Real-Lexikon der medicinisch-pharmaceutischen Naturgeschichte und Rohwaarenkunde ... Brockhaus, 1842, S. 890 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-crellinphilpott1990-99. â J. K. Crellin, Jane Philpott, A. L. Tommie Bass: Herbal Medicine Past and Present: A reference guide to medicinal plants. Duke University Press, 1990, ISBN 0-8223-1019-8, S. 439 f. (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-siddiqi2012-1010. â H. S. Siddiqi, M. H. Mehmood, N. U. Rehman, A. H. Gilani: Studies on the antihypertensive and antidyslipidemic activities of Viola odorata leaves extract. In: Lipids in health and disease. Band 11, 2012, ISSN 1476-511X, S. 6, doi:10.1186/1476-511X-11-6, PMID 22233644, PMC 3286389 (freier Volltext).
cite-note-gerlach2010-1111. â S. L. Gerlach, R. Rathinakumar, G. Chakravarty, U. Göransson, W. C. Wimley, S. P. Darwin, D. Mondal: Anticancer and chemosensitizing abilities of cycloviolacin 02 from Viola odorata and psyle cyclotides from Psychotria leptothyrsa. In: Biopolymers. Band 94, Nummer 5, 2010, ISSN 0006-3525, S. 617â625, doi:10.1002/bip.21435, PMID 20564026.
cite-note-pr-nting2010-1212. â M. PrĂ€nting, C. Lööv, R. Burman, U. Göransson, D. I. Andersson: The cyclotide cycloviolacin O2 from Viola odorata has potent bactericidal activity against Gram-negative bacteria. In: The Journal of antimicrobial chemotherapy. Band 65, Nummer 9, September 2010, ISSN 1460-2091, S. 1964â1971, doi:10.1093/jac/dkq220, PMID 20558471.
cite-note-1414. â Gundolf Keil: Die âCirurgiaâ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 399 (zu [hitziges] hauptwe).
cite-note-1515. â Pedanios Dioskurides. 1. Jh. De Medicinali Materia libri quinque. Ăbersetzung. Julius Berendes. Des Pedanius Dioskurides Arzneimittellehre in 5 BĂŒchern. Enke, Stuttgart 1902, S. 432â433 (Buch IV, Kapitel 120): Ion (Digitalisat)
cite-note-1616. â Plinius der Ăltere, 1. Jh. Naturalis historia, Buch XXI, Kapitel xiv (§ 27): Violae (Digitalisat); Ăbersetzung KĂŒlb 1855 (Digitalisat). - Buch XXI, Kapitel lxxvi (§ 130â131): Viola silvestris (Digitalisat); Ăbersetzung KĂŒlb 1855 (Digitalisat)
cite-note-1818. â Pseudo-Dioscorides de herbis femininis. 6. Jh. Edition: H. F. KĂ€stner. Pseudo-Dioscorides de herbis femininis. In: Hermes, Bd. 31 (1896), Kapitel 64 (S. 634): Purpurea (Digitalisat)
cite-note-1919. â Avicenna, 11. Jahrhundert, Kanon der Medizin. Ăbersetzung und Bearbeitung durch Gerhard von Cremona, Arnaldus de Villanova und Andrea Alpago (1450â1521). Basel 1556, Band II, Kapitel 726: Viola (Digitalisat)
cite-note-2020. â Konstantin der Afrikaner, 11. Jahrhundert, Liber de gradibus simplicium. Druck. Opera. Basel 1536, S. 344: Viola (Digitalisat)
cite-note-2121. â Pseudo-Serapion 13. Jahrhundert, Druck. Venedig 1497, Blatt 117v (No CXLI): Viola (Digitalisat)
cite-note-2222. â Abu Muhammad ibn al-Baitar, 13. Jahrhundert, KitÄb al-jÄmiÊż li-mufradÄt al-adwiya wa al-aghdhiya. Ăbersetzung. Joseph Sontheimer unter dem Titel GroĂe Zusammenstellung ĂŒber die KrĂ€fte der bekannten einfachen Heil- und Nahrungsmittel. Hallberger, Stuttgart Band I 1840, S. 170â172: Viola odorata (Digitalisat)
cite-note-2323. â Pseudo-Macer. Edition: Ludwig Choulant. Macer floridus de virtutibus herbarum ⊠Leipzig 1832, Kapitel XL (S. 83â85): Viola (Digitalisat)
cite-note-2525. â Charles Victor Daremberg und Friedrich Anton ReuĂ (1810â1868). S. Hildegardis Abbatissae Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum Libri Novem. Physica, Buch I, Kapitel 103: Viola. Migne, Paris 1855. Sp. 1170 (Digitalisat) â Ăbersetzung: Herbert Reier: Hildegard von Bingen Physica. Nach der Textausgabe von J. P. Migne, Paris 1882 ins Deutsche ĂŒbersetzt. Kiel 1980, S. 91 : Viola ist zwischen warm und kalt. Es ist von der Luft kalt, in der es wĂ€chst, die nach dem Winter sich gerade zu erwĂ€rmen beginnt. Es hilft gegen die Dunkelheit der Augen. Nimm gutes Ăl, lasse es an der Sonne oder im Feuer in einem neuen Topfe sieden. Dann tue Violas hinein, sodass es davon verdickt wird, lege es in ein glĂ€sernes GefÀà und hebe es so auf. Zur Nacht salbe mit dem Ăl die Augenbrauen und deine Augen rings herum, doch ohne die Augen innen zu berĂŒhren. Die Finsternis der Augen wird entfliehen. - Wer von der Melancholie in seinem Sinn belĂ€stigt und bedrĂ€ngt wird, und seine Lunge leidet, koche Violas in reinem Wein, seihe sie durch ein Tuch, fĂŒge diesem Wein Galgan hinzu und so viel SĂŒĂholz, wie er will. Er mache einen luterdranck daraus und trinke ihn. Das besĂ€nftigt die Melancholie und macht ihn fröhlich, und heilt die Lunge.
cite-note-2626. â Konrad von Megenberg, 14. Jh. Buch der Natur. Ausgabe. Franz Pfeiffer. Aue, Stuttgart 1861, S. 424â425 (V/85): Viola (Digitalisat)
cite-note-2727. â Galgant-GewĂŒrz-Traktat 13. / 14. Jh. Latein: Clm 13 076, ohne Ort, 1356, Blatt 21v (Digitalisat) - Alemannisch: Cpg 620 Rezeptsammlung, Nordbayern, um 1450, Blatt 83vâ84r (Digitalisat)]
cite-note-2828. â Michael Puff. BĂŒchlein von den ausgebrannten WĂ€ssern. 15. Jh. Druck Augsburg (Johannes BĂ€mler) 1478 (Digitalisat)
cite-note-2929. â Nikolaus Frauenlob 15. Jh. Cpg 583, SĂŒd-West-Deutschland (Mattighofen), 1482â1486, Blatt (Digitalisat)
cite-note-3030. â Herbarius Moguntinus, Mainz 1484, Teil I, Kapitel 146: Viola, violen (Digitalisat
cite-note-3131. â Gart der Gesundheit. Mainz 1485, Kapitel 413: Viola (Digitalisat)
cite-note-3232. â Hortus sanitatis 1491, Mainz 1491, Teil I, Kapitel 492: Viola (Digitalisat)
cite-note-3333. â Hieronymus Brunschwig. Kleines Destillierbuch, StraĂburg 1500, Blatt 30vâ31r (Digitalisat)
cite-note-3434. â Hieronymus Brunschwig. Liber de arte distillandi de compositis. Basel 1512, Blatt 151r-151v (Digitalisat)
cite-note-3535. â Vgl. Gundolf Keil: Die âCirurgiaâ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 376 (Veyelöl, lateinisch oleum violarum; im Circa instans: âviole in oleo decoquantur et colatura est oleum violarumâ).
cite-note-3636. â Otto Brunfels. Contrafayt KreĂŒterbĆŻch. Johann Schott, StraĂburg 1532, S. 95: Zamme Violaten (Digitalisat)
cite-note-3737. â Hieronymus Bock. New KreĂŒtter BĆŻch. Wendel Rihel, StraĂburg 1539, Teil I, Kapitel 190: Mertzen violen (Digitalisat)
cite-note-3838. â Leonhart Fuchs. New KreĂŒtterbuch ⊠Michael Isingrin, Basel 1543, Kapitel 117: Mertzen Violen (Digitalisat)
cite-note-3939. â Pietro Andrea Mattioli. Commentarii, in libros sex Pedacii Dioscoridis Anazarbei, de medica materia. Ăbersetzung durch Georg Handsch, bearbeitet durch Joachim Camerarius den JĂŒngeren, Johan Feyerabend, Franckfurt am Mayn 1586, Blatt 412râ413r: Braune oder blawe Veiel (Digitalisat)
cite-note-4040. â Nicolas LĂ©mery. Dictionnaire universel des drogues simples. Paris 1699, S. 811â812 (Digitalisat); Ăbersetzung. VollstĂ€ndiges Materialien-Lexicon. Zu erst in Frantzösischer Sprache entworffen, nunmehro aber nach der dritten, um ein grosses vermehreten Edition [...] ins Hochteutsche ĂŒbersetzt / Von Christoph Friedrich Richtern, [...]. Leipzig: Johann Friedrich Braun, 1721, Sp. 1185â1186 (Digitalisat)
cite-note-4141. â Albrecht von Haller (Hrsg.): Onomatologia medica completa oder Medicinisches Lexicon das alle Benennungen und Kunstwörter welche der Arzneywissenschaft und Apoteckerkunst eigen sind deutlich und vollstĂ€ndig erklĂ€ret [...]. Gaumische Handlung, Ulm / Frankfurt am Main / Leipzig 1755, S. 1324â1325: Viola (Digitalisat)
cite-note-4242. â William Cullen A treatise of the materia medica. Charles Elliot, Edinburgh 1789. Deutsch. Samuel Hahnemann. Schwickert, Leipzig 1790. Band II, S. 513: Veilchenwurzel als Brustmittel (Digitalisat); Band II, S. 581: Veilchen als Laxiermittel (Digitalisat)
cite-note-4343. â Jean-Louis Alibert Nouveaux Ă©lĂ©ments de thĂ©rapeutique et de matiĂšre mĂ©dicale. Crapart, Paris Band I 1803, S. 250â252 (Digitalisat)
cite-note-4444. â Philipp Lorenz Geiger: Handbuch der Pharmacie zum Gebrauche bei Vorlesungen & zum Selbstunterrichte fĂŒr Ărzte, Apotheker & Droguisten. Wolters, Stuttgart, 2. Band, 1. HĂ€lfte 1830, S. 539â541: Viola odorata (Digitalisat)
cite-note-4545. â Jonathan Pereiraâs Handbuch der Heilmittellehre. Nach dem Standpunkte der deutschen Medicin bearbeitet von Rudolf Buchheim. Leopold VoĂ, Leipzig Band II 1848, S. 731â733 (Digitalisat)
cite-note-4646. â Alexander Willem Michiel van Hasselt. J. B. Henkel (Ăbersetzer): Handbuch der Giftlehre fĂŒr Chemiker, Ărzte, Apotheker und Gerichtspersonen. Vieweg, Braunschweig 1862, Teil I Allgemeine Giftlehre und die Gifte des Pflanzenreichs, S. 485: Violariae (Digitalisat)
cite-note-4747. â August Husemann / Theodor Husemann: Die Pflanzenstoffe in chemischer, physiologischer, pharmakologischer und toxikologischer Hinsicht. FĂŒr Aerzte, Apotheker, Chemiker und Pharmakologen. Springer, Berlin 1871, S. 105â106: Violin (Digitalisat)
cite-note-4848. â Theodor Husemann: Handbuch der gesammten Arzneimittellehre. Springer, Berlin 2. Aufl. 1883, S. 418: Veilchenöl (Digitalisat); S. 589: Violin (Digitalisat)
cite-note-4949. â Hagers Handbuch der pharmaceutischen Praxis fĂŒr Apotheker, Ărzte, Drogisten und Medicinalbeamte. Springer Berlin 1902, Band II, S. 1147 â 1149: Viola (Digitalisat)
cite-note-5050. â Wolfgang Schneider: Lexikon zur Arzneimittelgeschichte. Sachwörterbuch zur Geschichte der pharmazeutischen Botanik, Chemie, Mineralogie, Pharmakologie, Zoologie. Govi-Verlag, Frankfurt a. M., Band V/3 (1974), S. 400â403: Viola (Digitalisat)
cite-note-5151. â Carl Wilhelm Juch: Pharmacopoea Borussica oder PreuĂische Pharmakopoe. Stein, NĂŒrnberg 1805, S. 51: Blaue Veilchen (Digitalisat); S. 328: Veilchen Syrup (Digitalisat)
cite-note-5252. â Carl Wilhelm Juch: Pharmacopoea Borussica oder PreuĂische Pharmakopoe. Stein, NĂŒrnberg 1805, S. 119: Violenwurzel (Digitalisat)
cite-note-5353. â Theodor Husemann: Handbuch der gesammten Arzneimittellehre. Springer, Berlin 2. Aufl. 1883, S. 410â411: Rhizoma iridis â Veilchenwurzel (Digitalisat)
cite-note-541. Ăbersetzung des Textes durch Franz Unterkircher. Tacuinum sanitatis ... Graz 2004, S. 77: Veilchen. Veilchen: kalte Komplexion im ersten, feuchte im 2. Grad. Vorzuziehen: lazulisblaue mit vielen BlĂ€ttern. Nutzen: gut duftende, die bei Frenesis getrunken werden, reinigen die Galle. Schaden: sie schaden wegen ihrer KĂ€lte durch Katarrh. Was sie erzeugen: nichts. ZutrĂ€glich fĂŒr Menschen mit warmer und trockener Komplexion, fĂŒr Jugendliche, im Sommer und in sĂŒdlichen Gegenden.
cite-note-552. Otto Karl Berg, C. F. Schmidt: Darstellung und Beschreibung sĂ€mmtlicher in der Pharmacopoea Borussica aufgefĂŒhrten offizinellen GewĂ€chse oder der Theile und Rohstoffe, welche von ihnen in Anwendung kommen, nach natĂŒrlichen Familien. Förstner, Leipzig, Band 2 (1859), No XVI.b.: Viola odorata (Digitalisat)
cite-note-563. Otto Karl Berg, C. F. Schmidt: Darstellung und Beschreibung sĂ€mmtlicher in der Pharmacopoea Borussica aufgefĂŒhrten offizinellen GewĂ€chse oder der Theile und Rohstoffe, welche von ihnen in Anwendung kommen, nach natĂŒrlichen Familien. Förstner, Leipzig, Band 2 (1859), No X.f.: Iris florentina (Digitalisat)
Weblinks
Commons
: Duftveilchen (
Viola odorata
)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Literatur von und ĂŒber Duftveilchen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Viola odorata L., MĂ€rz-Veilchen. auf FloraWeb.de
âą Steckbrief und Verbreitungskarte fĂŒr Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
⹠Duftveilchen. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
âą Thomas Meyer: Datenblatt mit BestimmungsschlĂŒssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).